Keine Blockade der Stadtentwicklung!


Die FWG ist nicht gegen den Erwerb von Immobilien oder den Ausbau zu Wohnraum. Im Gegenteil, wir befürworten das, aber nur wenn ein vernünftiges Nutzungs- und Finanzierungskonzept vorliegt.
Die politische Realität zeigt, dass das in Homberg nicht immer so ist.
In unserer Pressemitteilung erläutern wir unser Handeln detailiert:

Pressemitteilung der Freien Wählergemeinschaft Homberg (Efze)

Stellungnahme zur Stadtentwicklung und Immobilienkäufen
Die Freie Wählergemeinschaft Homberg (Efze) nimmt mit Besorgnis die jüngsten Entwicklungen rund um den Immobilienerwerb und die Stadtentwicklung zur Kenntnis. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder den Vorwurf, die FWG würde sich gegen den Erwerb von innerstädtischen Liegenschaften stellen und damit die Entwicklung der Stadt blockieren. Diesen Vorwurf weisen wir entschieden zurück. Stillstand ist dagegen nach Fraktionsmeinung in Homberg zu erwarten, wenn weiter prekäre Immobilien erworben und nicht entwickelt werden.

Als Beispiele seien die ehemalige Löwenapotheke, das Gebäude Untergasse 16 (ehemals ACS), die ehemalige Metzgerei Scherer in der Untergasse usw. genannt. Keine Blockade, sondern verantwortungsvolle Entscheidungen Wir möchten betonen, dass die FWG keinesfalls gegen den Erwerb von Immobilien oder den Ausbau von Wohnraum ist. Im Gegenteil, wir sind für die Schaffung von mehr Wohnraum und die Belebung der Innenstadt. Doch müssen wir als verantwortungsvolle Mandatsträger sicherstellen, dass bei jedem Immobilienerwerb ein schlüssiges Konzept zur Nutzung und Finanzierung vorliegt. Nur so können wir die Belastung der Stadtfinanzen und damit auch der Bürgerinnen und Bürger Hombergs in einem erträglichen Rahmen halten.

Die politische Realität zeigt, dass die FWG in der Vergangenheit häufig in der Minderheit war wenn es darum ging, eine weitere Verschuldung der Stadt zu verhindern. Dies hat sich jetzt plötzlich geändert. In der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (StaVo) gab es eine erfreuliche Entwicklung: Auch die CDU-Fraktion hat Verantwortung übernommen. Gemeinsam sind wir nun in der Lage, Immobilienkäufe und Stadtentwicklungsprojekte kritisch zu hinterfragen und fundiert zu entscheiden. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verantwortungsvolleren Stadtpolitik. Jetzt besteht die Chance, dass nicht mehr einfach durchgewunken, sondern tatsächlich diskutiert werden muss. Jetzt müssen den Fraktionen im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung schlüssige Unterlagen vorgelegt werden. Also keine Blockade, sondern dass, was jeder vernünftig denkende Mensch erwarten möchte.

Nun zu einzelnen Projekten der letzten Stadtverordnetensitzung:
Holzhäuser Straße 14 + 16 – wir sind nicht gegen die Schaffung von Wohnraum, wir
sind dafür, die Mitarbeitenden des Bauhofs nicht weiter zu überfordern mit dem
Ausbau von Häusern oder Wohnungen. Wir haben Wohnraum über der Löwenapotheke, der hergerichtet werden könnte, wir haben das ACS-Gebäude, in das Wohnungen eingebaut werden sollten und wir haben das Haus Scherer, welches ein Quartier für Auszubildende werden soll.

Untergasse 34 – wir sind gegen den Kauf weiterer Immobilien ohne Vorlage eines klaren Nutzungs- und Finanzierungskonzepts. Dieses Objekt steht unter absolutem Denkmalschutz. Die Kosten für eine Renovierung sind nicht ansatzweise einzuschätzen, zumal laut unseren Unterlagen der Gutachter keinen Zutritt in das Objekt hatte. Von außen macht das Haus einen absolut maroden Eindruck. Die Investition von Millionenbeträgen wie in die ehemalige Engel-Apotheke, das Multifunktionshaus oder das Gasthaus Krone können wir uns in Zeiten klammer öffentlicher Kassen einfach nicht leisten.

Mikroquartier Zaubergarten – wir sind nicht gegen die Weiterentwicklung oder das Engagement der Erich-Kästner-Schule. Jedoch ist der eingeschlagene Weg der falsche. Als politische Mandatsträger erfahren wir jetzt in der HNA, dass die EKS schon seit einem Jahr mit der Stadt Homberg in Verhandlung steht. Warum werden die Stadtverordneten darüber nicht im Vorfeld einer Abstimmung informiert? Warum wurde den Vertretern der EKS nicht im Vorfeld der Stadtverordnetenversammlung Gelegenheit gegeben, ihre Ideen und die Finanzierung ihres Projektes den Fachausschüssen vorzustellen? Die Fachausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung allein sind die für die ehrenamtlich tätigen Mandatsträger relevanten Informationsquellen. Wir unterstützen das Engagement und schlagen vor, andere Orte für das Lern-Café zu suchen: Das Gebäude ehemals ACS mit seiner Freifläche, das Koch’s, welches gerade in den Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden ungenutzt ist, die Löwenapotheke, in der eine Küche eingebaut wurde, könnten mögliche Orte für einen außerschulischen Lernort sein.

Größte Errungenschaft unserer Demokratie ist, dass durch Ausübung des freien und
unabhängigen Mandats Mehrheiten entscheiden.

Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Homberg (Efze)
gez. Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..