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EKZ Nordumgehung: Der Murks geht weiter

Während das Einkaufszentrum an der „Drehscheibe“ die Gemüter erhitzt entsteht unter dem Stichwort „Schneider-Gelände“ ein weiteres großes Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt. Mit der knappen Mehrheit von CDU und SPD wurden dem Investor bei der Stadtverordnetenversammlung am 2. Juni weitere Zugeständnisse gemacht. Nun dürfen Tankstelle und Gastronomie, Baumarkt mit Bäckerei, Elektromarkt und Tierfutter, aber auch Autohandel, Reifenhandel, Getränkemarkt, „Anlagen für sportliche Zwecke“, „Campingwagen“-Verkauf und Teppichhandel entstehen. Die FWG hat sich immer gegen diese Pläne unmittelbar neben einem Wohngebiet vor der Kulisse des Burgberges gewehrt, konnte sich aber gegen die Mehrheit im Stadtparlament nicht durchsetzen. Dazu ein Kommentar von Dietmar Groß, Stadtverordneter der FWG und Mitglied des Bauausschusses:

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Trotz gegenteiliger Beschlussempfehlungen der Ausschüsse HaFi und BPUs hat die StaVo heute abend eine weitere Baurechtsänderung für das Einzelhandelsgebiet an der Nordumgehung/Kasseler Straße zugunsten des Investors Schneider genehmigt.

Wesentliche Änderungen:

  • Er darf seine Baukörper 1 Meter höher bauen bis 11 Meter Firsthöhe, jetzt gemessen von den künstlich geschaffenen Höhen durch die Terassierung des Geländes; wenn er will, auch zweigeschossig.
  • Zusätzlich zu den bisherigen Nutzungen wird nun auch ein (größenmäßig nicht festgelegter) Gastronomiebetrieb gestattet. Auch der Betrieb einer Tankstelle soll wieder ermöglicht werden.

Damit soll nach dem Willen der knappen Parlamentsmehrheit von CDU und SPD das parlamentarische Verfahren nun endgültig abgeschlossen werden. Beide Parteien mahnten den  Investor, nun endlich die lange diskutierten Pläne zum Wohle der Homberger Bürger umzusetzen.

Aus  Sicht der FWG gibt es erhebliche Zweifel an dieser Entscheidung.

Seit vielen Jahren wird darüber geredet, dass in unserer Stadt für den Baumarkt im Basthauptgraben (werkmarkt) angemessene Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen.

Diese Zielsetzung ist eigentlich auch gar nicht strittig.

Doch auf die Realisierung warten wir schon lange, obwohl bereits seit 2012, genau seit dem StaVo-Satzungsbeschluss vom 29.9.12, Baurecht besteht.

Warum geht es nicht voran ?

Der Investor dieses Bauvorhabens will mehr als nur einen neuen Bau- und Gartenmarkt realisieren:

Er will ein komplettes Einkaufszentrum, auf dem zusätzlich ein Elektrofachmarkt, ein Getränkemarkt, ein Tier- und Futtermittelmarkt und auch noch eine Tankstelle mit großzügigem shop und zusätzliche kleine Einzelhandelsflächen angesiedelt werden können.

Trotz erheblicher Bedenken gegen diese Größenordnung,  insbesondere vom Regierungspräsidium vorgetragen und  damals wesentlich begründet mit dem befürchteten Überangebot bei Elektrowaren, ist der Planfeststellungsbeschluss im September 2012 glatt durchgegangen mit den Mehrheiten von CDU, SPD und FDP.

Einzig die Stadtverordnete Claudia Ulrich hat damals aus den Reihen der Mehrheitsparteien ihre Bedenken geäussert, weitere 5.700 qm Einzelhandelsfläche auszuweisen.

Jahrelang blieb die Fläche brach liegen, sodass nicht nur die Anlieger, sondern auch die HNA  öffentlich nachfragte was eigentlich  los sei.

Anfang 2015 eröffnete der Bauherr und Investor die Gründe für sein Zögern:

Er hatte keine Mieter für wesentliche Teile seines Bauvorhabens. Weder die geplante Tankstelle noch der Elektrofachmarkt erschien potentiellen Betreibern interessant genug, um sich als Mieter hier zu engagieren.

Der Investor aus Korbach hatte offenkundig den Strukturwandel im Elektrofachhandel, insbesondere durch den zunehmenden Internethandel falsch eingeschätzt.

Doch wer gehofft hatte, dass damit das Vorhaben auf den wesentlichen Kern des Unternehmens, den unstrittigen Bau- und Gartenmarkt reduziert würde, sah sich enttäuscht.

Stattdessen wurden die städtischen Gremien konfrontiert mit der Forderung, weitere Flächen für das Projekt zu genehmigen:

Ein Gastronomiebetrieb im Obergeschoss des geplanten Elektrofachmarktes soll die Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens sichern. Das erfordert die Genehmigung höherer Firsthöhen. Und um  weitere planungsrechtliche Schritte abzukürzen, sollen  auch gleich die Firsthöhen aller anderen Baufelder angehoben werden . Auch hier ist nun eine zweigeschossige Bauweise möglich.

Ob sich nun Mieter für einen Elektrofachmarkt und die wieder neu eingeplante Tankstelle finden lassen ?

Rationale Erwägungen  sprechen dagegen. Auch im Tankstellengewerbe sind die Margen nicht gerade rosig für Neugründungen, zumal die Branche im Zuge der notwendigen Umstellung auf Co2-freie Antriebe vor grundlegenden Umbrüchen steht.

Aus meiner Sicht wäre die Aufsattelung der Gastronomie vielleicht noch kompromissfähig gewesen, wenn der Investor auf die Baufläche Tankstelle und eine Ausrichtung des Elektrofachmarktgebäudes entlang der Hanglinien, also parallel zum geplanten Baumarkt und im hinteren Bereich der angelegten Terrassen, akzeptiert hätte.

Das hätte die negative Auswirkung dieses Gebäudes auf  das Stadtbild- von Mardorf kommend- erheblich gemildert.

Aber diese Anregung hat der Investor im persönlichen Gespräch kategorisch abgelehnt.

Vielmehr ist nun zu befürchten, dass auf die Stadt Homberg in diesem Verfahren weitere Verhandlungen zur Anpassung des Baurechtes zukommen, wenn es der Wirtschaftlichkeit aus der Sicht des Investors dient.

Das kann nicht die primäre Aufgabe der Kommunalpolitik sein.

Hier wäre es notwendig,  klaren politischen Kurs zu halten: Wenn zusätzliche Flächen für Einzelhandel und Gastronomie, dann nicht am Stadtrand.

Wir sind dabei, mit der anstehenden Planung für den Bereich Drehscheibe und der davon abgeleiteten Stadtentwicklungsplanung gute Grundsätze festzulegen.

Mit der Zustimmung zu den vorgelegten Abwägungsempfehlungen machen wir aber die gleichen Fehler, die die Politik Hombergs in den letzten 20 Jahren leider ausgemacht hat:

Anstatt mit dem Baurecht Vorgaben zu machen, die der Entwicklung insbesondere des Kernstadtbereichs zuträglich sind, passt sich die Parlamentsmehrheit den Wünschen der Investoren viel zu schnell an.

Damit wird mit dem Hintern eingerissen, was mit den Händen aufgebaut wird.

Die FWG ist dafür nicht zu haben.

Wir sagen klar nein zu den vorgelegten planungsrechtlichen Änderungen.

Dietmar Groß 

EKZ Drehscheibe: Eine Bestandsaufnahme

von Dietmar Groß, Achim Jäger und Christian Utpatel —

 

Für Dienstag hat die Stadtverwaltung zu einer weiteren „Bürgerinformation“ eingeladen, bei der über den Planungsstand zum „Einkaufszentrum Drehscheibe“ (sog. „Ulrich-Areal“) informiert werden soll. Wichtig ist: Entscheidend ist nur der „Vorhabenbezogene Bebauungsplan“. Nur was da drin steht ist rechtlich bindend. Alle anderen Bilder und Texte sind nette Illustrationen, letztlich aber unverbindlich.

  • Im „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ ist von einem „Durchführungsvertrag“ die Rede. Dieser wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Wir fragen: Was steht da drin? Wir fordern die Offenlegung aller Vereinbarungen mit den Investoren!
  • Die derzeitigen Pläne sind eine vollkommene Neuplanung gegenüber früheren Konzepten. Das Parkdeck ist jetzt weitestgehend auf Straßenniveau. Der Großteil der Läden ist ins Untergeschoss gewandert. Oben sichtbar bleiben ein Haus an der Ziegenhainer Straße sowie eine wie drei Einzelgebäude wirkende Front entlang der Kasseler Straße. Das Gebäude der ehem. Druckerei im Bindeweg ist nicht mehr einbezogen. Die Anlieferung der LKW erfolgt nun gegenüber der katholischen Kirche in der Kasseler Straße. Der gesamte Baukörper wurde wesentlich vergrößert – er rückt jetzt bis unmittelbar an das „Manhattan“ heran.
    EKZ-KasselerStrasse
  • Bei den veröffentlichten Computersimulationen fehlen die neuralgischen Ecken:
    > Das Bild entlang der Kasseler Straße beginnt an der jetzigen Spielhalle und geht Richtung Sparkasse. Die rechts davon befindliche LKW-Laderampe mit dem darauf stehenden Supermarkt ist abgeschnitten. Sie ist zwar zurückversetzt und teilweise mit Begrünung verdeckt, liegt aber genau gegenüber der katholischen Kirche und in der Sichtachse der aus der Kirche kommenden Gottesdienstbesucher.
    > Bei dem Bild aus Richtung Stellbergsweg wird nur eine Gesamtperspektive dargestellt, bei der das Einkaufszentrum klein am Horizont erscheint, womit die Größe des Baukörpers verschleiert wird.
    Für den Gesamteindruck ist es wünschenswert, dass die Projektentwickler auch diese Ansichten genauso darstellen wie alle anderen Seiten des EKZ.
  • „Es geht nur um eine Verlagerung bereits ortsansässiger Discounter“ wurde von den Projektentwicklern immer gesagt. Diese Festlegung findet sich aber nicht im vorliegenden Bebauungsplan! Wir fragen: Gibt es tatsächlich eine Zusage von „Aldi“, aus dem Efze-Center in das neue EKZ umzuziehen? Oder ist das alles nur eine grafische Illustration, die letztlich nichts bedeutet?
  • In den Grafiken ist das Logo einer „easy-Apotheke“ zu erkennen. Bei einer „Easy-Apotheke“ handelt es sich um ein neuartiges Konzept für discounter-ähnliche Apotheken mit hohem Anteil von Selbstbedienung (www.easyapotheke.ag). Auch hier die Frage: Ist das nur eine Illustration, oder gibt es Festlegungen? Und wie wird die Ansiedlung einer weiteren Apotheke mit den ortsansässigen Apothekern abgestimmt?
  • Neben den bereits diskutierten Supermärkten „Rewe“, „Aldi“, Drogeriemarkt, Schuhmarkt und Textilmarkt tauchen in den Plänen viele weitere Branchen auf: zwei Imbisse, ein Café, ein Reisebüro, ein Nagelstudio, ein Optiker, eine weitere Boutique. Außerdem sind weitere Sortimente zulässig, etwa Blumen, Bücher, Bürobedarf, Uhren und Schmuck. Auch hier die Frage: Gibt es bereits vertragliche Festlegungen? Und wie wird sichergestellt, dass diese Läden nicht zu einem Ausbluten der alteingesessenen Einzelhandelsbetriebe führen? Ein Café gibt es direkt nebenan, ein Reisebüro und ein Textilfachgeschäft schräg gegenüber…
  • Das Verkehrsgutachten schlägt einen Kreisverkehr mit Zebrastreifen an der Drehscheibe und einen weiteren Zebrastreifen in der Kasseler Straße vor. Ist bei den Untersuchungen die Schulwegsicherheit geprüft worden in der Verbindung zum Busbahnhof? Warum fehlt eine Untersuchung zur bereits jetzt problematischen Dreieckskreuzung Kasseler Straße / Mühlhäuser Straße / Stellbergsweg? Ist sichergestellt, dass der Investor den Umbau finanziert?

 

Die Engführung, das Gelände nur als Einkaufszentrum zu nutzen, scheint leider zum jetzigen Zeitpunkt unumkehrbar. Die bei der 1. Bürgerversammlung im Juni vorgebrachten Ideen, zu denen neben Einzelhandel zusätzlich auch seniorengerechtes Wohnen, Arztpraxen und ein Hotel gehörten, hatten zu keinem Zeitpunkt eine Chance. Mit der Mehrheit der Altparteien wurde verhindert, rechtzeitig im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzeptes tätig zu werden und eine solche Mischnutzung vorzuschreiben. So blieb es letztlich den privaten Grundstückseigentümern überlassen zu entscheiden, wie Hombergs Stadtmitte genutzt und gestaltet wird. Umso wichtiger ist es jetzt, die weiteren Planungsschritte im Detail zu verfolgen und darauf zu achten, dass die Versprechungen der Investoren auch rechtlich verbindlich festgelegt werden.

Kommen Sie zur „3. Bürgerinformationsveranstaltung“! Am Dienstag, 26. April, 19 Uhr in der Stadthalle.

 

Quellen:

Den schnellsten Überblick über die Planungen bietet der „Vorhaben- und Erschließungsplan“, der auf der Webseite der Stadt veröffentlicht ist: > hier klicken

Alle weiteren veröffentlichten Dokumente finden sich > hier

9 Stadtverordnete, 3 Stadträte: Neue Fraktion nimmt die Arbeit auf

Mit der Stadtverordnetenversammlung am 21. April hat auch die neue Fraktion der Freien Wählergemeinschaft ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem bei der Wahl am 6. März 24 Prozent der Homberger Wählerinnen und Wähler die FWG unterstützt haben wuchs die Fraktion von bisher sechs auf jetzt neun Stadtverordnete. Zusätzlich wurden drei Kandidaten der FWG als Stadträte in den Magistrat gewählt. Damit sind nun für die FWG mit einem Mandat aktiv (auf dem Foto von links nach rechts):

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Alwin Köhler, Günther Koch, Stadtrat Hermann Klante, Alexander Seib, Elke Mittendorf, Helmut Koch, Christian Utpatel, Stadtrat Dr. Klaus Lambrecht, Gert Freund, Dietmar Groß, Stadtrat Karl Weiß, Achim Jäger.
Die Fraktion hat Achim Jäger in seinem Amt als Fraktionssprecher bestätigt. Seine Stellvertreter sind Dietmar Groß und Christian Utpatel. Damit geht nun also die Arbeit wieder los: Mit Dank an unsere Wählerinnen und Wähler, im Bewusstsein unserer Verantwortung, mit Plan und Verstand leidenschaftlich für Homberg.

 

„Wir wurden nicht zum Abnicken gewählt!“ – FWG schreibt an die HNA

In Hinblick auf die Planungen, einen neuen Kindergarten in einer Scheune in der Altstadt zu bauen, hatte die FWG angekündigt, dem dazu notwendigen Kaufvertrag über das benötigte Grundstück nicht vorbehaltlos zuzustimmen. Siehe dazu unseren Artikel „Neue Fraktion nimmt ‚Kindergarten‘ als erstes Thema.“ Die HNA hat dies zum Anlass genommen, in einem Kommentar (gedruckte Ausgabe vom 30.03.) der FWG undemokratisches Verhalten vorzuwerfen: „Die Zeiten, in denen in Homberg entgegen demokratischer Entscheidungen gehandelt wurde, sollten doch eigentlich der Vergangenheit angehören.“ Darauf haben wir mit einem Offenen Brief geantwortet, den wir hier dokumentieren:

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Sehr geehrte Frau Yüce,

wenn die Homberger Tageszeitung unserer Fraktion undemokratisches Verhalten vorwirft erfordert das ausnahmsweise mal eine direkte Reaktion. Was Sie in Ihrem Kommentar übersehen: Es gab inzwischen eine Wahl – die höchste demokratische Entscheidung überhaupt. Der Standort des Kindergartens war ein Top-Thema. Die FWG hat sich dazu von Anfang an positioniert. Die Tatsache, dass die FWG im Gegensatz zu allen Altparteien, die die Entscheidung mehrheitlich getragen haben, Stimmen hinzugewonnen hat, nehmen wir als deutliches Wählervotum. Demokratischer geht’s nicht. Die Standortentscheidung der alten Stadtverordnetenversammlung (StaVo) basierte auf einem Grundstück, das der Stadt nicht gehört. Wenn die Stadt es jetzt kaufen will muss die neue StaVo diesem Kauf zustimmen. Es wäre ja absurd von der neuen Stavo zu fordern, alle neu anstehenden Entscheidungen einfach durchzuwinken, koste es was es wolle – im Sinne des Wortes.

Wir sind sicher: Zum Abnicken haben uns die Hombergerinnen und Homberger nicht gewählt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Homberg (Efze)

Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender

Neue Fraktion nimmt „Kindergarten“ als erstes Thema

Die nach der Wahl von sechs auf neun Personen angewachsene Fraktion der Homberger FWG hat am vergangenen Mittwoch ihre konstituierende  Sitzung abgehalten. Aus der bisherigen Fraktion werden Achim Jäger, Dietmar Groß und Günter Koch weiterhin im Parlament vertreten sein. Neu hinzu kommen Dr. Klaus Lambrecht, Karl Weiß, Helmut Koch, Christian Utpatel, Alexander Seib und Gert Freund. „Mit dieser Zusammensetzung aus erfahrenen und neuen, fachlich und politisch kompetenten Kollegen sind wir als Fraktion  für die neue Legislaturperiode gut gerüstet“, erklärt der alte und neue Fraktionsvorsitzende Achim Jäger: „Wir werden uns engagiert dafür einsetzen, Homberg voran zu bringen und führen Gespräche mit allen anderen Fraktionen, sofern diese dazu bereit sind.“

Mit Blick auf das strittige Thema „Neubau eines Kindergartens“ weist die FWG-Fraktion darauf hin, dass das neue Parlament erst noch die endgültige Standortentscheidung fällen muss. Noch gehört das Gebäude, das zum Kindergarten umgebaut werden soll, nicht der Stadt. Ein Grundstückskaufvertrag für die „Landesfeindsche Scheune“ müsste von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt werden. Erst wenn das Grundstück durch die Stadt gekauft wurde können die Planungen fortgesetzt und ein Antrag auf Förderung eingereicht werden.

„Damit die Entscheidungsfreiheit der künftigen Stadtverordneten gewahrt bleibt und möglicher Schaden durch mindestens einjährigen Zeitverzug bei den geplanten Neubaumaßnahmen verhindert wird, fordern wir die Verwaltung auf, parallel zwei Anträge bei der Kreisverwaltung einzureichen: Einen, wie im Februar im alten  Parlament beschlossen für die Landesfeindsche Scheune, und einen zweiten für den Standort Stellberg“, fordert Dietmar Groß, Mitglied im noch bestehenden Kindergartenausschuss und stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der neuen FWG-Fraktion.

Diese Vorgehensweise sei auch deshalb ratsam, weil durch die komplizierte Finanzierungsplanung (Denkmalförderung, Stadtumbau West, KiGa-Förderung) ohnehin nicht sicher sei, ob die getroffene Entscheidung des alten Parlaments reibungslos und schnell die Genehmigungshürden der Landesverwaltung nimmt. Das sollten die neuen Stadtverordneten bei der noch ausstehenden Grundsatzentscheidung zum Kauf des Landesfeindschen Anwesens bedenken.

 

[Nachtrag: Siehe dazu auch „Wir wurden nicht zum Abnicken gewählt!„]

 

 

Danke!

Danke-b550Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern für die überwältigende Unterstützung!

Wir erweisen auch denen unseren Respekt, die eine andere Partei gewählt haben. Dadurch, dass sie zur Wahl gegangen sind haben sie gezeigt, dass ihnen das Zusammenleben in unserer Kommune nicht egal ist.

Denen, die nicht zur Wahl gegangen sind, möchten wir Mut machen sich in Zukunft einzubringen und sich zu beteiligen.

Wir freuen uns auf eine engagierte und faire Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung.

Wir stehen zu unserem Versprechen:
Leidenschaftlich, aber auch mit Plan und Verstand für die Zukunft der Stadt und der Dörfer Hombergs.

Für alle Kandidatinnen und Kandidaten der FWG Homberg:
Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender
Christian Utpatel, Vorsitzender der FWG

Musikschule in die Alte Druckerei! Jetzt.

Das Umzugschaos der Kreis-Musikschule muss beendet werden!
Homberg muss ein deutliches Zeichen setzen, damit die Musikschule in der Stadt bleibt.
Die Alte Druckerei im Bindeweg ist dafür der ideale Standort.

alte-druckerei1.500 Schülerinnen und Schüler, mehr als 50 Lehrerinnen und Lehrer für 25 verschiedene Musikinstrumente – das ist die stolze Bilanz der Musikschule Schwalm-Eder. Nachdem Amtsgericht und Krankenhaus verschwunden sind ist sie eine der letzten bürgernahen Einrichtungen des Schwalm-Eder-Kreises, die ihr Zentrum noch in der Kreisstadt hat. Jahrzehntelang hatte sie denn auch ihren festen Sitz am Homberger Busbahnhof. Bis plötzlich im Herbst 2014 das Gebäude von der Stadt verkauft wurde. Kurzfristig musste umgezogen werden, nun ging es in die Pfarrstraße, mitten in der Altstadt. Doch nun, nach nur einem Jahr, der erneute Wechsel: „Im Laufe des Jahres hat sich allerdings herausgestellt, dass hier einiges investiert werden müsste, besonders was die Akustik (auch nach außen) sowie den Brandschutz betrifft“, heißt es in einem Brief, den die Musikschule Mitte Februar verschickt hat. Hinzu kommt, dass Eltern und Lehrer über die Anfahrt in den engen Altstadtgassen und die fehlenden Parkplätze klagten. Nun geht es in die Räume des ehemaligen Jugendzentrums in der Untergasse. Ein Gebäude, das als Jugendzentrum zu klein ist und das die Stadt vor wenigen Wochen noch verkaufen wollte soll nun also für Verwaltung und Unterrichtsräume der Kreis-Musikschule herhalten. Die weitere Perspektive ist der alte Supermarkt am Marktplatz 15 den die Stadt kürzlich gekauft hat. Auf nur 540 Quadratmetern Grundfläche sollen hier Volkshochschule, Starthilfe, Familienzentrum, Elternschule, Tageselternverein und eben auch die Musikschule etabliert werden. Wie das alles Platz finden soll in einem alten Supermarkt, was das kostet und vor allem wann das fertig ist steht in den Sternen. Denn bisher hat die Stadt den Supermarkt nur gekauft, aber sonst ist nichts geklärt.

Die Freien Wähler sagen: Das sind unhaltbare Zustände. Die Musikschule muss schnellstens wieder einen festen Sitz und eine sichere Perspektive in Homberg bekommen. „Homberg muss ein deutliches Zeichen setzen, dass die Stadt die Musikschule behalten will“, so FWG-Fraktionsvorsitzender Achim Jäger: „Wir dürfen nicht riskieren, dass wir nun auch noch die Musikschule verlieren!“ Denn Musikschulen sind nicht nur Zeitvertreib: „Musikschulen sind Bildungseinrichtungen, deren wesentliche Aufgaben die Vermittlung einer musikalischen Grundbildung, die Herausbildung des Nachwuchses für das Laien- und Liebhabermusizieren, die Begabtenfindung und Begabtenförderung sowie die mögliche Vorbereitung auf ein Berufsstudium sind“, heißt es auf der Webseite des Schwalm-Eder-Kreises. Um diesem Bildungsauftrag gerecht zu werden braucht es helle und freundliche Übungsräume, angemessene Lagerflächen für die Instrumente, ordentliche Büros. Und am besten auch noch einen kleinen Saal, in dem gemeinsam musiziert werden kann.

Die FWG schlägt daher vor, die Alte Druckerei im Bindeweg für die Musikschule zu nutzen. Sie ist der ideale Standort für eine Musikschule: Große, helle Räume, statisch belastbar (denn wo Druckmaschinen lärmten passen auch Klaviere hin), mit wenig Nachbarschaft, dazu verkehrsgünstig gelegen und leicht erreichbar. Die enge Zusammenarbeit mit der Theodor-Heuss-Schule, die direkt gegenüber ist und selber einen Schwerpunkt Musik hat, liegt auf der Hand. Aber auch für die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule und der Stellbergschule liegt das Gebäude direkt am Schulweg. Hinzu kommt, dass das Haus derzeit leer ist und kurzfristig zur Verfügung stünde. Es sollte für das neue Einkaufszentrum abgerissen werden, wird aber nach den aktuellen Plänen erhalten bleiben – und braucht ohnehin eine neue Nutzung. Sicherlich werden auch hier einige Investitionen notwendig sein. Aber die können Schritt für Schritt erfolgen, schließlich wurde das Gebäude bis vor kurzem noch genutzt. Und die Alte Druckerei liegt im Gebiet „Stadtumbau West“, so dass Fördermittel zur Verfügung stehen können.

Die Alte Druckerei ist die Zukunft der Musikschule. Die FWG fordert darum einen sofortigen Planungsbeginn. Denn die Musikschule braucht eine sichere Perspektive. Jetzt.

 

 

Abgeholzt – und wie nun weiter?

Seit mehreren Tagen kreischen rund um den Homberger Schlossberg die Motorsägen. Ein Baum nach dem anderen fällt. Wie vor einigen Wochen bei einer Versammlung auf der Burg besprochen wurde ist es eines der Ziele, unter den verschiedenen Wegen und Trampelpfaden rund um die Burg wieder ein klares System zu finden. Eine solche Pflege und Entwicklung eines Wegekonzeptes für den Schlossberg war schon längst überfällig. Dabei sollten die angekündigten Fällmaßnahmen vorrangig der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit dienen. Herabfallendes Totholz oder kranke und morsche Bäume stellen eine Gefährdung der Besucher dar. Auch der alte Friedhof mit seinem historischen Baumbestand muss daher immer wieder kontrolliert werden um solche Gefahren zu vermeiden.

Osterhäuschen001-h450Aber bei der Pflege alter Baumbestände ist besonderes Fingerspitzengefühl gefordert. Nun gäbe es die Chance, auch die alten Grünanlagen wieder erstrahlen zu lassen, die längst überwuchert waren. Zum Beispiel rund um das sogenannte „Osterhäuschen“ mit seiner historischen Laube und den markanten, einzeln stehenden Bäumen. Ältere Homberger verbinden mit dem Osterhäuschen viele Erinnerungen, waren doch die Anlagen das erste Ziel nach dem Winter als Kind oder mit den eigenen Kindern. Es ist nicht zu erklären, warum die große Eiche vor dem kleinen Fachwerkbau beseitigt wurde. Wenn der Baum Trockenäste gezeigt hätte, hätten diese auch ohne Fällung des Baumes beseitigt werden können. Auch die breiten Fahrspuren der Maschinen haben Schäden hinterlassen. Hier wäre besondere Sensibilität nötig gewesen – schade, dass ausgerechnet in diesem Bereich ohne Rücksicht abgeholzt wurde.

Wie geht es nun weiter? Wie die neue Wegeführung aussehen soll ist unbekannt. Ist die Wegeführung überhaupt jemals abgestimmt worden? Und mit wem? Und wie sehen die weiteren Planungen für die Gestaltung des Schlossbergs aus? Könnte gar das alte Rosarium neu entstehen und der Schlossberg so wieder seinen alten Glanz als Ziel der Sonntagsspaziergänge zurückerhalten? Wir werden die Entwicklungen weiter im Auge behalten.

Dr. Klaus Lambrecht
Dr. Lambrecht war bis zu seiner Pensionierung Ende letzten Jahres Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Schwalm-Eder-Kreis. Er kandidiert als Stadtverordneter der FWG auf Listenplatz 3.

 

 

Kindergarten: Stoppt den Wahnsinn!

FWG-Kandidaten versprechen: Wir wollen die Entscheidung zum Kindergarten ändern! –

Die FWG hält die in der letzten Stadtverordnetenversammlung mit knapper Mehrheit getroffene Entscheidung, den neuen Kindergarten in der „Landesfeind’schen Scheune“ mitten in der Homberger Altstadt zu bauen, für eine krasse Fehlentscheidung. Die Kandidatinnen und Kandidaten der FWG haben daher auf einer Sitzung am 22. Februar festgehalten:

Homberg braucht dringend einen neuen Kindergarten. Jetzt.
Wir haben keine Zeit, erst lange eine früher als Stall genutzte Fachwerkscheune zu sanieren. Homberg ist hoch verschuldet und steht unter dem „Schutzschirm“. Die Baukosten für eine denkmalgeschützte, einsturzgefährdete Fachwerkscheune sind nicht kalkulierbar. Es kommen hohe Zusatzkosten etwa für den Brandschutz auf uns zu. Dagegen kann der Bau auf einer Freifläche, der in hochwertiger, klimaschützender Modulbauweise erfolgen könnte, zu einer Einsparung von mehr als einer Million Euro führen.

Kinder brauchen Luft, Sonne und ein Freigelände zum Spielen.
Der Gedanke, das Außengelände des Kindergartens in einem halben Kilometer Entfernung, verbunden mit der Querung mehrerer Straßen zu errichten, ist absurd. Er stellt eine Belastung der Betreuer/innen dar, die entweder einen erhöhten Personalaufwand nach sich zieht – oder dazu führt, dass das Außengelände nicht genutzt wird, weil es für die Betreuenden schlichtweg zu aufwändig ist, die Kinder erst dort hin zu führen.

Verkehrsbelebung ist keine Innenstadtbelebung.
Ein Kindergarten mit 80 Kindern verursacht einen Verkehr, der in den schmalen Gassen der Altstadt unakzeptabel ist. Der Neubau eines Kindergartens muss stattdessen an einer Stelle erfolgen, wo er leicht und gefahrenfrei erreichbar ist und wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Betroffene müssen zu Beteiligten gemacht werden.
Eltern, Erzieher/innen, Mitarbeitende beim Landkreis und in den Schulen, aber auch der eigens eingesetzte Sonderausschuss der Stadtverordnetenversammlung sowie der Magistrat haben sich für den Bau des Kindergartens auf einer Freifläche ausgesprochen. Die bisherige Mehrheit der Altparteien in der Stadtverordnetenversammlung hat sich über all diese Bedenken und Vorschläge hinweggesetzt und eine gegenteilige Entscheidung getroffen. Wieder einmal hat der Bürgerwille keinen Respekt erhalten.

Der Bau eines neuen Kindergartens muss schnellstens erfolgen. Aber er darf nicht planlos vonstattengehen. Und er darf vor allem nicht gegen die Interessen derer sein, die vor allem vom neuen Kindergarten profitieren sollen: die Kinder und ihre Familien.

Wir Kandidatinnen und Kandidaten der FWG versprechen: Wenn wir nach der Wahl am 6. März über eine entsprechende Mehrheit verfügen, werden wir die von der alten Stadtverordnetenversammlung getroffene Entscheidung auf den Prüfstand stellen. Und nach Möglichkeiten suchen, die Entscheidung zu ändern – damit schnellstens ein Kindergarten an einem Ort gebaut werden kann, der dafür besser geeignet ist.

 

Download: Dieser Text als pdf zum Ausdrucken. Hier klicken

Kompletter Neustart beim Einkaufszentrum

Überraschung darüber, dass der Investor einen neuen Plan vorgelegt hat. Anerkennung dafür, dass einige der zentralen Forderungen der aktuellen Diskussion berücksichtigt worden sind. Aber auch deutliche Sorgen, wie sich das große Einkaufszentrum auf die Verdrängung von Geschäften in der Altstadt auswirken wird.
– solche und andere Stichworte hat FWG-Fraktionsvorsitzender Achim Jäger bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 18. Februar zu den aktuellen Planungen rund um die „Drehscheibe“ genannt. Wir dokumentieren seine Rede hier im Wortlaut:

***

 

„Da kriegt man ja richtig Lust wieder nach Homberg zu kommen, schrieb mir ein Bekannter.“ Ja, die Neuplanung sieht spannend aus – ich sehe 3-Meter-Abstände zu den Nachbargrundstücken, ich sehe „Lufträume“, ich sehe sogar Andeutungen von Bäumen auf dem Dach, ich sehe eine moderne, aber doch kleinteilige und nach Einzelgebäuden aussehende Fassade, und ich staune, dass das Grundstück vom jetzigen Rewe-Markt mit einbezogen ist. Ich bin positiv überrascht, dass sich der Investor mit den Forderungen der Bürger und der Freien Wähler intensiv beschäftigt hat und einen kompletten Neustart des Projektes vornimmt. Das ist ein gutes Zeichen und Werte ich als das positive Ergebnis unseres „Dagegenhaltens“.
Die zentralen Forderungen
• Die Beseitigung von Leerstand auf einem Innenstadt nahen Stadtbild prägenden Standort,
• Die Verlagerung eines Lebensmitteldiscounters vom Stadtrand zurück in die Innenstadt,
• Die Wiederansiedlung eines Drogeriemarktes in der Innenstadt (wegen starker Frequenzrückgang in der Innenstadt nach Rossmann Wegzug) und
• Die Schaffung von 300 zusätzlichen barrierefreien Parkplätzen am Eingang zur Altstadt
könnten mit dem vorliegenden Entwurf erfüllt werden.

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FreiRaum in der Westheimer Straße: Aktuelle Entwürfe im Schaufenster

Im Rahmen einer Sitzung des Lenkungskreises und nachfolgend in den Medien wurde die Neukonzeption des geplanten Einkaufszentrums Drehscheibe der Öffentlichkeit vorgestellt. Wesentliche Änderung ist, dass der „Mall“-Bereich, die eigentliche Ladenstraße, jetzt im Untergeschoss (Basement) angesiedelt ist. Die unterirdische Bebauung führt dazu, dass der Baukörper oberirdisch deutlich weniger hoch ist und zumindest von drei Seiten den Eindruck einer Einzelbebauung erweckt. Bei der Auswahl der Baumaterialien im Sichtbereich Ziegenhainer Str. / Kasseler Str. wird man sich an dem diesen Bereich prägenden Gebäude der Bundespräsident Theodor-Heuß-Schule orientieren. Auf Satteldächer, die tatsächlich keine Funktion hatten, wird vernünftiger Weise verzichtet. Die Grundstücke des jetzigen Rewe-Marktes im Stellbergsweg und das Gebäude Kasseler Straße 5 (ehemals ärztliche Notdienstzentrale) werden in die Planungen einbezogen. Der bisherige Rewe-Parkplatz steht in Teilen weiterhin als Parkfläche zur Verfügung.

Was nach wie vor fehlt ist eine Mischnutzung auch für Wohnen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung vorgeschlagene Freizeiteinrichtungen, wie Kino, Hotel und Kegelbahn sind ebenfalls nicht berücksichtigt.

Risiken sehen wir Freien Wähler außerdem bei der Verkehrsplanung. Wie wird sich die Verlagerung des Liefer- und Kundenverkehres in die Kasseler Straße auswirken, wenn kurz hinter der eigenartigen Dreieck-Kreuzung aus Kasseler Straße, Mühlhäuser Straße, Stellbergsweg und Kolpingweg auch noch LKWs rangieren und Leute ins Parkhaus fahren. Das muss man sicherlich noch einmal durchdenken. Vielleicht sollte man es einfach einmal ausprobieren, bevor man weiter plant (Stresstest).

Bei der Größe der vorgesehen Einzelhandelsflächen gibt es ebenfalls keine Änderung. Nach wie vor sind 550 qm für sonstigen Einzelhandel oder Dienstleistungen in der Nutzung nicht definiert. Unsere kommunalpolitisch begründete Kritik resultiert aus den zu erwartenden Verdrängungseffekten für den Altstadtbereich. Was nützt es uns, wenn Buchhandel, Reinigung, Lottoannahme, kleine Bekleidungsgeschäfte und Zeitschriftenhandel im EKZ angesiedelt werden und gleichzeitig in der Altstadt durch Geschäftsschließungen weiterer Leerstand entsteht. Bei aller Euphorie für die vorgelegten geänderten Pläne müssen wir Homberger wachsam bleiben und unsere Interessen durchsetzen. In dem jetzt abzuschließenden Vertrag, einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan, müssen die Pflichten des Projektentwicklers deutlich festgehalten werden:
• Regelungen über die Kostenbeteiligung für vorzunehmende Infrastrukturmaßnahmen
o Bau eines Minikreisels an der Drehscheibe,
o Umbau der Kasseler Straße (Querungshilfen, Verbindung zum Stadtpark Alter Friedhof),
o Umbauten für einen sicheren Schulweg im Bereich Bindeweg, Engelhard-Breul-Straße und Stellbergsweg und
o Schaffung von Freiflächen mit Baumbestand und Sitzgelegenheiten in der Ziegenhainer Straße nach dem historischen Vorbild einer Lindenallee)
o Unentgeltliche Übertragung der Flächen für verbreiterte Gehwege und angelegte Grünbereiche.

• Schutz der Interessen der noch in der Stadt ansässigen Einzelhändler bei der Auswahl der neu anzusiedelnden Geschäfte

• Vertragliche Festschreibung, dass die Neuansiedlung eines Lebensmitteldiscounters ausgeschlossen ist. Einzige Option ist die Verlagerung eines der beiden im Osterbach ansässigen Unternehmen.

Auf dieser Grundlage können wir den Neustart des Projekts wagen. Wir Freien Wähler stimmen für die Fortsetzung des Verfahrens.

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