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Aus der FWG.

Diese Kategorie enthält 104 Beiträge

EKZ Drehscheibe: Eine Bestandsaufnahme

von Dietmar Groß, Achim Jäger und Christian Utpatel —

 

Für Dienstag hat die Stadtverwaltung zu einer weiteren „Bürgerinformation“ eingeladen, bei der über den Planungsstand zum „Einkaufszentrum Drehscheibe“ (sog. „Ulrich-Areal“) informiert werden soll. Wichtig ist: Entscheidend ist nur der „Vorhabenbezogene Bebauungsplan“. Nur was da drin steht ist rechtlich bindend. Alle anderen Bilder und Texte sind nette Illustrationen, letztlich aber unverbindlich.

  • Im „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ ist von einem „Durchführungsvertrag“ die Rede. Dieser wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Wir fragen: Was steht da drin? Wir fordern die Offenlegung aller Vereinbarungen mit den Investoren!
  • Die derzeitigen Pläne sind eine vollkommene Neuplanung gegenüber früheren Konzepten. Das Parkdeck ist jetzt weitestgehend auf Straßenniveau. Der Großteil der Läden ist ins Untergeschoss gewandert. Oben sichtbar bleiben ein Haus an der Ziegenhainer Straße sowie eine wie drei Einzelgebäude wirkende Front entlang der Kasseler Straße. Das Gebäude der ehem. Druckerei im Bindeweg ist nicht mehr einbezogen. Die Anlieferung der LKW erfolgt nun gegenüber der katholischen Kirche in der Kasseler Straße. Der gesamte Baukörper wurde wesentlich vergrößert – er rückt jetzt bis unmittelbar an das „Manhattan“ heran.
    EKZ-KasselerStrasse
  • Bei den veröffentlichten Computersimulationen fehlen die neuralgischen Ecken:
    > Das Bild entlang der Kasseler Straße beginnt an der jetzigen Spielhalle und geht Richtung Sparkasse. Die rechts davon befindliche LKW-Laderampe mit dem darauf stehenden Supermarkt ist abgeschnitten. Sie ist zwar zurückversetzt und teilweise mit Begrünung verdeckt, liegt aber genau gegenüber der katholischen Kirche und in der Sichtachse der aus der Kirche kommenden Gottesdienstbesucher.
    > Bei dem Bild aus Richtung Stellbergsweg wird nur eine Gesamtperspektive dargestellt, bei der das Einkaufszentrum klein am Horizont erscheint, womit die Größe des Baukörpers verschleiert wird.
    Für den Gesamteindruck ist es wünschenswert, dass die Projektentwickler auch diese Ansichten genauso darstellen wie alle anderen Seiten des EKZ.
  • „Es geht nur um eine Verlagerung bereits ortsansässiger Discounter“ wurde von den Projektentwicklern immer gesagt. Diese Festlegung findet sich aber nicht im vorliegenden Bebauungsplan! Wir fragen: Gibt es tatsächlich eine Zusage von „Aldi“, aus dem Efze-Center in das neue EKZ umzuziehen? Oder ist das alles nur eine grafische Illustration, die letztlich nichts bedeutet?
  • In den Grafiken ist das Logo einer „easy-Apotheke“ zu erkennen. Bei einer „Easy-Apotheke“ handelt es sich um ein neuartiges Konzept für discounter-ähnliche Apotheken mit hohem Anteil von Selbstbedienung (www.easyapotheke.ag). Auch hier die Frage: Ist das nur eine Illustration, oder gibt es Festlegungen? Und wie wird die Ansiedlung einer weiteren Apotheke mit den ortsansässigen Apothekern abgestimmt?
  • Neben den bereits diskutierten Supermärkten „Rewe“, „Aldi“, Drogeriemarkt, Schuhmarkt und Textilmarkt tauchen in den Plänen viele weitere Branchen auf: zwei Imbisse, ein Café, ein Reisebüro, ein Nagelstudio, ein Optiker, eine weitere Boutique. Außerdem sind weitere Sortimente zulässig, etwa Blumen, Bücher, Bürobedarf, Uhren und Schmuck. Auch hier die Frage: Gibt es bereits vertragliche Festlegungen? Und wie wird sichergestellt, dass diese Läden nicht zu einem Ausbluten der alteingesessenen Einzelhandelsbetriebe führen? Ein Café gibt es direkt nebenan, ein Reisebüro und ein Textilfachgeschäft schräg gegenüber…
  • Das Verkehrsgutachten schlägt einen Kreisverkehr mit Zebrastreifen an der Drehscheibe und einen weiteren Zebrastreifen in der Kasseler Straße vor. Ist bei den Untersuchungen die Schulwegsicherheit geprüft worden in der Verbindung zum Busbahnhof? Warum fehlt eine Untersuchung zur bereits jetzt problematischen Dreieckskreuzung Kasseler Straße / Mühlhäuser Straße / Stellbergsweg? Ist sichergestellt, dass der Investor den Umbau finanziert?

 

Die Engführung, das Gelände nur als Einkaufszentrum zu nutzen, scheint leider zum jetzigen Zeitpunkt unumkehrbar. Die bei der 1. Bürgerversammlung im Juni vorgebrachten Ideen, zu denen neben Einzelhandel zusätzlich auch seniorengerechtes Wohnen, Arztpraxen und ein Hotel gehörten, hatten zu keinem Zeitpunkt eine Chance. Mit der Mehrheit der Altparteien wurde verhindert, rechtzeitig im Rahmen eines Stadtentwicklungskonzeptes tätig zu werden und eine solche Mischnutzung vorzuschreiben. So blieb es letztlich den privaten Grundstückseigentümern überlassen zu entscheiden, wie Hombergs Stadtmitte genutzt und gestaltet wird. Umso wichtiger ist es jetzt, die weiteren Planungsschritte im Detail zu verfolgen und darauf zu achten, dass die Versprechungen der Investoren auch rechtlich verbindlich festgelegt werden.

Kommen Sie zur „3. Bürgerinformationsveranstaltung“! Am Dienstag, 26. April, 19 Uhr in der Stadthalle.

 

Quellen:

Den schnellsten Überblick über die Planungen bietet der „Vorhaben- und Erschließungsplan“, der auf der Webseite der Stadt veröffentlicht ist: > hier klicken

Alle weiteren veröffentlichten Dokumente finden sich > hier

9 Stadtverordnete, 3 Stadträte: Neue Fraktion nimmt die Arbeit auf

Mit der Stadtverordnetenversammlung am 21. April hat auch die neue Fraktion der Freien Wählergemeinschaft ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem bei der Wahl am 6. März 24 Prozent der Homberger Wählerinnen und Wähler die FWG unterstützt haben wuchs die Fraktion von bisher sechs auf jetzt neun Stadtverordnete. Zusätzlich wurden drei Kandidaten der FWG als Stadträte in den Magistrat gewählt. Damit sind nun für die FWG mit einem Mandat aktiv (auf dem Foto von links nach rechts):

fwg-fraktion2016
Alwin Köhler, Günther Koch, Stadtrat Hermann Klante, Alexander Seib, Elke Mittendorf, Helmut Koch, Christian Utpatel, Stadtrat Dr. Klaus Lambrecht, Gert Freund, Dietmar Groß, Stadtrat Karl Weiß, Achim Jäger.
Die Fraktion hat Achim Jäger in seinem Amt als Fraktionssprecher bestätigt. Seine Stellvertreter sind Dietmar Groß und Christian Utpatel. Damit geht nun also die Arbeit wieder los: Mit Dank an unsere Wählerinnen und Wähler, im Bewusstsein unserer Verantwortung, mit Plan und Verstand leidenschaftlich für Homberg.

 

Konstruktive Vorgespräche mit anderen Parteien für die neue Legislaturperiode

Gespräche zwischen den verschiedenen Parteien sind das prägende Thema der Homberger Politik in diesen Tagen. Bevor sich die neue Stadtverordnetenversammlung in der kommenden Woche zu ihrer ersten Sitzung trifft gilt es, einen möglichst reibungslosen Start der neuen Arbeit vorzubereiten. Dabei sind mancherlei Wogen aus dem Wahlkampf zu glätten, aber ebenso Positionen zu klären und zu festigen. Auch die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hat dazu mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen Parteien und Wählergruppen Gespräche geführt. „Wir konnten konstruktive Vereinbarungen für die neue Legislaturperiode treffen“, berichteten Christian Utpatel, Achim Jäger, Alexander Seib und Dietmar Groß gegenüber der Fraktion. Alle bisherigen Gespräche waren geprägt von der Erkenntnis und Erwartung, dass für die parlamentarischen Beratungen innerhalb und zwischen den Fraktionen mehr Zeit in der neuen Legislaturperiode eingeplant werden muss. Ein gemeinsames Ziel scheint es zu sein, die Sitzungen der Arbeitsausschüsse bereits in der Woche vor einer Stadtverordnetenversammlung durchzuführen. Durch diese Entzerrung entstünde mehr Zeit für Gespräche und Klärungen. Mit großem Interesse wurde in allen Fraktionen beobachtet, dass es zahlreiche Neue gibt im Kreis der Stadtverordneten, was als Chance für neue Formen der Zusammenarbeit gesehen wird. Für die Bildung der Ausschüsse ist der FWG wichtig, dass jede Fraktion in den Ausschüssen vertreten ist. Auch sollte die Gesamtzahl der Ausschüsse nicht erhöht werden. Trotz mancher inhaltlicher Schwerpunktsetzungen lassen die freundlichen Gespräche hoffen, dass das neue Stadtparlament bald zu einer konstruktiven Zusammenarbeit finden kann.

„Wir wurden nicht zum Abnicken gewählt!“ – FWG schreibt an die HNA

In Hinblick auf die Planungen, einen neuen Kindergarten in einer Scheune in der Altstadt zu bauen, hatte die FWG angekündigt, dem dazu notwendigen Kaufvertrag über das benötigte Grundstück nicht vorbehaltlos zuzustimmen. Siehe dazu unseren Artikel „Neue Fraktion nimmt ‚Kindergarten‘ als erstes Thema.“ Die HNA hat dies zum Anlass genommen, in einem Kommentar (gedruckte Ausgabe vom 30.03.) der FWG undemokratisches Verhalten vorzuwerfen: „Die Zeiten, in denen in Homberg entgegen demokratischer Entscheidungen gehandelt wurde, sollten doch eigentlich der Vergangenheit angehören.“ Darauf haben wir mit einem Offenen Brief geantwortet, den wir hier dokumentieren:

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Sehr geehrte Frau Yüce,

wenn die Homberger Tageszeitung unserer Fraktion undemokratisches Verhalten vorwirft erfordert das ausnahmsweise mal eine direkte Reaktion. Was Sie in Ihrem Kommentar übersehen: Es gab inzwischen eine Wahl – die höchste demokratische Entscheidung überhaupt. Der Standort des Kindergartens war ein Top-Thema. Die FWG hat sich dazu von Anfang an positioniert. Die Tatsache, dass die FWG im Gegensatz zu allen Altparteien, die die Entscheidung mehrheitlich getragen haben, Stimmen hinzugewonnen hat, nehmen wir als deutliches Wählervotum. Demokratischer geht’s nicht. Die Standortentscheidung der alten Stadtverordnetenversammlung (StaVo) basierte auf einem Grundstück, das der Stadt nicht gehört. Wenn die Stadt es jetzt kaufen will muss die neue StaVo diesem Kauf zustimmen. Es wäre ja absurd von der neuen Stavo zu fordern, alle neu anstehenden Entscheidungen einfach durchzuwinken, koste es was es wolle – im Sinne des Wortes.

Wir sind sicher: Zum Abnicken haben uns die Hombergerinnen und Homberger nicht gewählt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Homberg (Efze)

Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender

Neue Fraktion nimmt „Kindergarten“ als erstes Thema

Die nach der Wahl von sechs auf neun Personen angewachsene Fraktion der Homberger FWG hat am vergangenen Mittwoch ihre konstituierende  Sitzung abgehalten. Aus der bisherigen Fraktion werden Achim Jäger, Dietmar Groß und Günter Koch weiterhin im Parlament vertreten sein. Neu hinzu kommen Dr. Klaus Lambrecht, Karl Weiß, Helmut Koch, Christian Utpatel, Alexander Seib und Gert Freund. „Mit dieser Zusammensetzung aus erfahrenen und neuen, fachlich und politisch kompetenten Kollegen sind wir als Fraktion  für die neue Legislaturperiode gut gerüstet“, erklärt der alte und neue Fraktionsvorsitzende Achim Jäger: „Wir werden uns engagiert dafür einsetzen, Homberg voran zu bringen und führen Gespräche mit allen anderen Fraktionen, sofern diese dazu bereit sind.“

Mit Blick auf das strittige Thema „Neubau eines Kindergartens“ weist die FWG-Fraktion darauf hin, dass das neue Parlament erst noch die endgültige Standortentscheidung fällen muss. Noch gehört das Gebäude, das zum Kindergarten umgebaut werden soll, nicht der Stadt. Ein Grundstückskaufvertrag für die „Landesfeindsche Scheune“ müsste von der Stadtverordnetenversammlung genehmigt werden. Erst wenn das Grundstück durch die Stadt gekauft wurde können die Planungen fortgesetzt und ein Antrag auf Förderung eingereicht werden.

„Damit die Entscheidungsfreiheit der künftigen Stadtverordneten gewahrt bleibt und möglicher Schaden durch mindestens einjährigen Zeitverzug bei den geplanten Neubaumaßnahmen verhindert wird, fordern wir die Verwaltung auf, parallel zwei Anträge bei der Kreisverwaltung einzureichen: Einen, wie im Februar im alten  Parlament beschlossen für die Landesfeindsche Scheune, und einen zweiten für den Standort Stellberg“, fordert Dietmar Groß, Mitglied im noch bestehenden Kindergartenausschuss und stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der neuen FWG-Fraktion.

Diese Vorgehensweise sei auch deshalb ratsam, weil durch die komplizierte Finanzierungsplanung (Denkmalförderung, Stadtumbau West, KiGa-Förderung) ohnehin nicht sicher sei, ob die getroffene Entscheidung des alten Parlaments reibungslos und schnell die Genehmigungshürden der Landesverwaltung nimmt. Das sollten die neuen Stadtverordneten bei der noch ausstehenden Grundsatzentscheidung zum Kauf des Landesfeindschen Anwesens bedenken.

 

[Nachtrag: Siehe dazu auch „Wir wurden nicht zum Abnicken gewählt!„]

 

 

Solarpark-Affäre: Lückenlose Aufklärung fragwürdiger Geldzahlungen!

Keine Ruhe in Sachen „Solarpark in den Kasernen“: Nach aktuellen Presseberichten ist möglicherweise auch der Stadtmarketingverein in 2013 mit einer Zahlung von 9000 € bedacht worden. Die Staatsanwaltschaft Kassel untersucht derzeit, ob und wie dafür Dienstleistungen erbracht und wie sie dokumentiert wurden. Dieser Geldfluss steht zeitlich in Verbindung mit den damals heftig umstrittenen parlamentarischen Entscheidungen zum Kauf des Bundeswehrgeländes. Bereits 2013 war bekannt geworden, dass zwei Homberger Vereine (FC Homberg 10 000 € und Partnerschaftsverein Homberg-Stolin 5000 €) Zuwendungen vom Projektentwickler Geerken erhalten haben. Beide Vereine werden von Stadtverordneten geleitet.

„Diese Sache stinkt zum Himmel“, erklärt Dietmar Groß, bisheriger und zukünftiger Stadtverordneter der FWG: „Wir erwarten eine umfassende und rückhaltlose Aufklärung und entsprechende Konsequenzen“.

Die FWG setzt voraus, dass die Staatsanwaltschaft alle Geld- und Spendenzahlungen im Zusammenhang mit der damaligen Kaufentscheidung des Parlaments untersucht. Nur dann ist eine objektive Grundlage nicht nur für die juristische sondern auch für die politische Bewertung gegeben. Die FWG erwartet, dass sowohl die parlamentarischen Vertreter als auch der Magistrat Lehren aus dieser Affäre ziehen und zukünftig auf Spenden verzichten wenn der Eindruck der politischen Einflussnahme entstehen kann. Zudem stellt sich die Frage, warum die Öffentlichkeit vom Magistrat nicht bereits vor der Wahl über den Sachverhalt staatsanwaltlicher Ermittlungen in dieser Angelegenheit informiert wurde. Die Klärung dieses Vorgangs ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sachorientierten Neustart der Homberger Kommunalpolitik in der neuen Legislaturperiode.

 

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Bereits vor vier Jahren hat die FWG in verschiedenen Artikeln vor den Folgen der getroffenen Entscheidungen gewarnt:
– „Nicht um jeden Preis!
– „Photovoltaik – Profit um jeden Preis?
– „Wer macht Kasse?

Zum Hintergrund:

In der Sitzung am 29. März 2012 hat die Homberger Stadtverordnetenversammlung die Stadtverwaltung beauftragt, für Interessenten einer Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich des ehemaligen Standortübungsplatzes eine Ausschreibung vorzunehmen. In der Sitzung am 4. April 2012 wurden die Angebote von mehreren Interessenten vorgestellt. Mehrheitlich wurde das Angebot b*green project (Frank Geerken) angenommen.

Aus den Akten ergibt sich: Schon bei der Angebotsabgabe am 3. April 2012 teilte Herr Geerken mit, dass die Vermessung des Gesamtareals, die Erstellung eines ingenieurgeologischen Gutachtens, die Erstellung eines neutralen Ertragsgutachtens und die garantierte Planung und Konzeption bereits vorhanden bzw. erfolgt seien.

Wie sich später herausstellte wurde die Firma Geerken aber schon fast drei Monate vor der Parlamentsentscheidung beauftragt: Bereits mit Schreiben vom 11.Januar 2012 hat die Kreisstadt Homberg (Efze) der Firma b*green project bestätigt, dass diese ein alleiniges Optionsrecht zur Vermarktung, Unterverpachtung der Flächen und der geplanten Anlage bis einschließlich 31. Dezember 2012 eingeräumt wird. Hieran hat sich bislang auch nichts geändert (Akte 22 und 23).

Damit stellen sich viele Fragen:

  • Wo befindet sich der Brief vom 11. Januar 2012?
  • Wer hat diesen Brief unterschrieben?
  • Warum wurde am 30. März 2012 eine Ausschreibung vorgenommen, wenn die Stadt bereits an Herrn Geerken (b*green project) gebunden war?
  • Warum erfolgte am 4. April 2012 eine Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung, in der Herrn Geerken der Zuschlag erteilt wurde, obwohl er schon den Exklusivvertrag bis 31.12.2012 besaß?

Insbesondere das Fehlen des Schreibens vom 11. Januar bestätigt, dass dem Akteneinsichtsausschuss Unterlagen vorenthalten werden.

In Akte 23 befindet sich zudem eine vertrauliche Mitteilung von Frank Geerken an den Bürgermeister der Stadt Homberg, in der er unter anderem

  • gemeinschaftliche Marketing- und Pressearbeiten zur Bürgerinformation
  • die Einrichtung einer Schüler- und Bürgerinformationsstelle zum PV-Park und
  • die einmalige Einrichtung einer b*green-Stiftung mit Übergabe an die Stadt in Höhe von 75.000€

zugesagt hat.

Da bisher nichts von dem Versprochenen erfolgt ist muss davon ausgegangen werden, dass Parlament und Bürger wieder nur getäuscht und belogen wurden

 

 

Danke!

Danke-b550Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern für die überwältigende Unterstützung!

Wir erweisen auch denen unseren Respekt, die eine andere Partei gewählt haben. Dadurch, dass sie zur Wahl gegangen sind haben sie gezeigt, dass ihnen das Zusammenleben in unserer Kommune nicht egal ist.

Denen, die nicht zur Wahl gegangen sind, möchten wir Mut machen sich in Zukunft einzubringen und sich zu beteiligen.

Wir freuen uns auf eine engagierte und faire Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung.

Wir stehen zu unserem Versprechen:
Leidenschaftlich, aber auch mit Plan und Verstand für die Zukunft der Stadt und der Dörfer Hombergs.

Für alle Kandidatinnen und Kandidaten der FWG Homberg:
Achim Jäger, Fraktionsvorsitzender
Christian Utpatel, Vorsitzender der FWG

Musikschule in die Alte Druckerei! Jetzt.

Das Umzugschaos der Kreis-Musikschule muss beendet werden!
Homberg muss ein deutliches Zeichen setzen, damit die Musikschule in der Stadt bleibt.
Die Alte Druckerei im Bindeweg ist dafür der ideale Standort.

alte-druckerei1.500 Schülerinnen und Schüler, mehr als 50 Lehrerinnen und Lehrer für 25 verschiedene Musikinstrumente – das ist die stolze Bilanz der Musikschule Schwalm-Eder. Nachdem Amtsgericht und Krankenhaus verschwunden sind ist sie eine der letzten bürgernahen Einrichtungen des Schwalm-Eder-Kreises, die ihr Zentrum noch in der Kreisstadt hat. Jahrzehntelang hatte sie denn auch ihren festen Sitz am Homberger Busbahnhof. Bis plötzlich im Herbst 2014 das Gebäude von der Stadt verkauft wurde. Kurzfristig musste umgezogen werden, nun ging es in die Pfarrstraße, mitten in der Altstadt. Doch nun, nach nur einem Jahr, der erneute Wechsel: „Im Laufe des Jahres hat sich allerdings herausgestellt, dass hier einiges investiert werden müsste, besonders was die Akustik (auch nach außen) sowie den Brandschutz betrifft“, heißt es in einem Brief, den die Musikschule Mitte Februar verschickt hat. Hinzu kommt, dass Eltern und Lehrer über die Anfahrt in den engen Altstadtgassen und die fehlenden Parkplätze klagten. Nun geht es in die Räume des ehemaligen Jugendzentrums in der Untergasse. Ein Gebäude, das als Jugendzentrum zu klein ist und das die Stadt vor wenigen Wochen noch verkaufen wollte soll nun also für Verwaltung und Unterrichtsräume der Kreis-Musikschule herhalten. Die weitere Perspektive ist der alte Supermarkt am Marktplatz 15 den die Stadt kürzlich gekauft hat. Auf nur 540 Quadratmetern Grundfläche sollen hier Volkshochschule, Starthilfe, Familienzentrum, Elternschule, Tageselternverein und eben auch die Musikschule etabliert werden. Wie das alles Platz finden soll in einem alten Supermarkt, was das kostet und vor allem wann das fertig ist steht in den Sternen. Denn bisher hat die Stadt den Supermarkt nur gekauft, aber sonst ist nichts geklärt.

Die Freien Wähler sagen: Das sind unhaltbare Zustände. Die Musikschule muss schnellstens wieder einen festen Sitz und eine sichere Perspektive in Homberg bekommen. „Homberg muss ein deutliches Zeichen setzen, dass die Stadt die Musikschule behalten will“, so FWG-Fraktionsvorsitzender Achim Jäger: „Wir dürfen nicht riskieren, dass wir nun auch noch die Musikschule verlieren!“ Denn Musikschulen sind nicht nur Zeitvertreib: „Musikschulen sind Bildungseinrichtungen, deren wesentliche Aufgaben die Vermittlung einer musikalischen Grundbildung, die Herausbildung des Nachwuchses für das Laien- und Liebhabermusizieren, die Begabtenfindung und Begabtenförderung sowie die mögliche Vorbereitung auf ein Berufsstudium sind“, heißt es auf der Webseite des Schwalm-Eder-Kreises. Um diesem Bildungsauftrag gerecht zu werden braucht es helle und freundliche Übungsräume, angemessene Lagerflächen für die Instrumente, ordentliche Büros. Und am besten auch noch einen kleinen Saal, in dem gemeinsam musiziert werden kann.

Die FWG schlägt daher vor, die Alte Druckerei im Bindeweg für die Musikschule zu nutzen. Sie ist der ideale Standort für eine Musikschule: Große, helle Räume, statisch belastbar (denn wo Druckmaschinen lärmten passen auch Klaviere hin), mit wenig Nachbarschaft, dazu verkehrsgünstig gelegen und leicht erreichbar. Die enge Zusammenarbeit mit der Theodor-Heuss-Schule, die direkt gegenüber ist und selber einen Schwerpunkt Musik hat, liegt auf der Hand. Aber auch für die Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule und der Stellbergschule liegt das Gebäude direkt am Schulweg. Hinzu kommt, dass das Haus derzeit leer ist und kurzfristig zur Verfügung stünde. Es sollte für das neue Einkaufszentrum abgerissen werden, wird aber nach den aktuellen Plänen erhalten bleiben – und braucht ohnehin eine neue Nutzung. Sicherlich werden auch hier einige Investitionen notwendig sein. Aber die können Schritt für Schritt erfolgen, schließlich wurde das Gebäude bis vor kurzem noch genutzt. Und die Alte Druckerei liegt im Gebiet „Stadtumbau West“, so dass Fördermittel zur Verfügung stehen können.

Die Alte Druckerei ist die Zukunft der Musikschule. Die FWG fordert darum einen sofortigen Planungsbeginn. Denn die Musikschule braucht eine sichere Perspektive. Jetzt.

 

 

Abgeholzt – und wie nun weiter?

Seit mehreren Tagen kreischen rund um den Homberger Schlossberg die Motorsägen. Ein Baum nach dem anderen fällt. Wie vor einigen Wochen bei einer Versammlung auf der Burg besprochen wurde ist es eines der Ziele, unter den verschiedenen Wegen und Trampelpfaden rund um die Burg wieder ein klares System zu finden. Eine solche Pflege und Entwicklung eines Wegekonzeptes für den Schlossberg war schon längst überfällig. Dabei sollten die angekündigten Fällmaßnahmen vorrangig der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit dienen. Herabfallendes Totholz oder kranke und morsche Bäume stellen eine Gefährdung der Besucher dar. Auch der alte Friedhof mit seinem historischen Baumbestand muss daher immer wieder kontrolliert werden um solche Gefahren zu vermeiden.

Osterhäuschen001-h450Aber bei der Pflege alter Baumbestände ist besonderes Fingerspitzengefühl gefordert. Nun gäbe es die Chance, auch die alten Grünanlagen wieder erstrahlen zu lassen, die längst überwuchert waren. Zum Beispiel rund um das sogenannte „Osterhäuschen“ mit seiner historischen Laube und den markanten, einzeln stehenden Bäumen. Ältere Homberger verbinden mit dem Osterhäuschen viele Erinnerungen, waren doch die Anlagen das erste Ziel nach dem Winter als Kind oder mit den eigenen Kindern. Es ist nicht zu erklären, warum die große Eiche vor dem kleinen Fachwerkbau beseitigt wurde. Wenn der Baum Trockenäste gezeigt hätte, hätten diese auch ohne Fällung des Baumes beseitigt werden können. Auch die breiten Fahrspuren der Maschinen haben Schäden hinterlassen. Hier wäre besondere Sensibilität nötig gewesen – schade, dass ausgerechnet in diesem Bereich ohne Rücksicht abgeholzt wurde.

Wie geht es nun weiter? Wie die neue Wegeführung aussehen soll ist unbekannt. Ist die Wegeführung überhaupt jemals abgestimmt worden? Und mit wem? Und wie sehen die weiteren Planungen für die Gestaltung des Schlossbergs aus? Könnte gar das alte Rosarium neu entstehen und der Schlossberg so wieder seinen alten Glanz als Ziel der Sonntagsspaziergänge zurückerhalten? Wir werden die Entwicklungen weiter im Auge behalten.

Dr. Klaus Lambrecht
Dr. Lambrecht war bis zu seiner Pensionierung Ende letzten Jahres Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Schwalm-Eder-Kreis. Er kandidiert als Stadtverordneter der FWG auf Listenplatz 3.

 

 

Sonntagsausflüge zum Altstadt-Kindergarten

FWG-Stresstest_0069Neugierig geworden von der aktuellen Diskussion um den neuen Kindergarten war die „Landesfeind’sche Scheune“ heute ein beliebtes Ziel für viele Sonntagsspaziergänger. Bereits am Vormittag hatten sich besorgte Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Salzgasse zu einem „Stress-Test“ getroffen. Weniger als 20 Autos reichten aus um die Gasse komplett zu verstopfen. Die Situation gab einen kleinen Einblick wie es erst wird, wenn jeden Morgen 80 Kinder zum Kindergarten gebracht werden. Auch der Fußweg vom Kindergarten zum geplanten Außengelände entlang der Webergasse und am Ärztehaus vorbei wurde ausprobiert.

Den ganzen Tag über bis weit in den Nachmittag wurde die Scheune von vielen Interessierten angesteuert. Viele wussten gar nicht um welches Gebäude es in der Diskussion überhaupt geht und haben sich nun einen eigenen Eindruck verschafft. Ein schönes Zeichen, findet die FWG: Bürgerinnen und Bürger, die sich erkundigen, mitdenken und mitdiskutieren, setzen sich leidenschaftlich für Homberg ein. Und zeigen, dass ihnen etwas an unserer Stadt gelegen ist.

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